Mit Veröffentlichung der Teilstudie V kommt nun ein einzigartiges Langzeitprojekt zu Ende, das die Akzeptanz und den Einsatz außergerichtlicher Streitbeilegungsverfahren untersucht hat.

Über einen Zeitraum von 10 Jahren begleitete die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und PwC PricewaterhouseCoopers AG die Entwicklungsprozesse im Konfliktmanagement deutscher Unternehmen.

Im Ergebnis zeigt sich eine „kontinuierliche Evolution“ in Sachen Streitbeilegung und Mediation in deutschen Unternehmen, die als nachhaltiger zu betrachten ist als die zuvor erhoffte „Revolution“.

Drei zentrale Zukunftsthemen konnten - laut Prof. Dr. Ulla Gläßer, Professorin für Mediation, Konfliktmanagement und Verfahrenslehre der Europa-Universität Viadrina in der Studie identifiziert werden:

  • „Konfliktmanagement wird zentraler Bestandteil eines zeitgemäßen Führungsverständnisses“.
  • „Führungskräfte werden sensibler für Konflikte in ihrem Umfeld. Sie integrieren mediative Elemente in ihre eigene professionelle Kommunikation und nutzen souveräner die Unterstützung neutraler Dritter für die Konfliktbearbeitung in ihrem Zuständigkeitsbereich.“ 
  • „Für viele Unternehmen stehen weitere Professionalisierungen ihrer Konfliktmanagement-Strukturen und der Ausbau der Schnittstellen zum Beschwerde-, Risiko- und Gesundheitsmanagement an. Höchste Priorität legen die Unternehmen auf die Stärkung von Ansätzen zur Konfliktprävention, die von einer professionellen Vorbereitung von Verhandlungen über differenzierte Streitbeilegungsklauseln bis hin zu optimierungsorientierten Feedback-Systemen reichen.“
Download Teil V der Studie