Die von der Universität Marburg durchgeführte Studie weist eine signifikante Zunahme von Business-Coachings auf, die von Einzelpersonen angefragt wurden und nicht von Unternehmen.

Mit der Zielsetzung, Licht in den „unübersichtlichen Coaching-Markt“ (Zitat) zu bringen, können die Ergebnisse der 4. Marburger Coaching-Studie als erfolgreich betrachtet werden.

Wie in den drei vorherigen Studien nahmen an der Befragung ausschließlich Coaches teil, die im Bereich Businesscoaching/ Coaching in Organisationen tätig sind sowie Vertreter von Unternehmen, die Coaching nachfragen. 

Die signifikante Zunahme von Business-Coachings, die durch Einzelpersonen beauftragt wurden, werten die Forscher als Indiz, dass die Bereitschaft bei Fach- und Führungskräften steigt, ein Business Coaching aus eigener Tasche zu bezahlen und damit in die eigene berufliche Zukunft zu investieren. Übergänge zu persönlichen Themen und zum Thema Work-Live-Balance sind dabei fließend. 

Seitens der auftraggebenden Unternehmen gab es ausschließlich positive bzw. sehr positive Rückmeldungen zum Thema Coaching. Über 60% der teilnehmenden Unternehmen verfügen über einen Coaching-Pool, der meist aus externen und internen Coachs besteht. Bei der Auswahl der Coaches steht an erster Stelle die Ausbildung des Coachs, gefolgt von der Berufserfahrung und der Empfehlungen durch Dritte. 

Unter den behandelten Coaching-Anliegen war die Reflexion des eigenen Führungsverhaltens das meistgenannte Thema.

Als Fazit kann gesagt werden, Coaching erschließt sich innerhalb von Unternehmen neue Zielgruppen: galt Coaching anfänglich noch als Maßnahme, der oberen Führungsebene kommt es nun auch dem mittleren Management, Nachwuchsführungskräften und Mitarbeitern zu gute. 

Mitte 2017 wird die Umfrage in vollständig ausgewerteter Form bei der Universität Marburg zu beziehen sein.